Mein Weg

Auf der Seite ein paar Worte zu meiner Vergangenheit, meinem Weg und warum ich hier schreibe:

Als ich 13 Jahre alt war, wurde mir weh getan und ich bin daran zerbrochen.
Ich habe mich geschämt und angefangen, mich zu hassen.
Und irgendwann ngefangen zu hungern.
Das Hungern hat mir Halt gegegben. Das Gefühl, nicht ganz wertlos zu sein.
Ich bin immer schwächer geworden, bis ich mich meine Eltern zu meiner Ärztin gebracht haben, die mich in eine Therapie überwiesen hat.

Ich habe langsam gelernt wieder zu vertrauen und ein bisschen zugenommen. Es war sehr schwer und ein paar Ärzt haben mir gesagt, dass ich scheitern werde und dass es schon viel zu lange viel zu knapp ist.
kMeine Therapeutin wurde schwanger und mein Gewicht ging mit dieser Nachricht wieder weiter runter. Zu der Zeit habe ich angefangen, mich zu schneiden. Als meine Therapeutin dann endgültig gehen musste, war ich für ein paar Tage in einem Krankenhaus, weil mein Herz zu schwach geworden ist. Es war sehr knapp und erst in einer kritischen Nacht habe ich verstaden, dass ich leben will. Dass ich noch Ziele habe. Noch mal Sonne spüren will, bevor ich sterbe. Wind in den Haaren. Laufen und Tanzen will.

Nach meiner Entlassung bin ich zu einer neuen Therapeutin gekommen. Die Tage im Krankenhaus, all die Begegnungen und die Therapie haben mir gezeigt, dass das Leben doch lebenswert ist. Dass ich nicht ganz wertlos bin. Ich habe zugenommen, Halt und Vertrauen gefunden. Ein gesundes, stabiles Gewicht bekommen. Das Leben wieder gespürt und angefangen wieder zu gehen. Mein Lächeln wieder gefunden. Und nicht mehr aufgehört zu kämpfen.

Ich habe mich seit über einem halben Jahr nicht mehr gewogen. Mein Gewicht ist mir egal geworden. Mein Körper ist okay für mich.Ich gehe regelmäßig zum Sport und mache Krafttraining. Ich arbeite nicht mehr gegen meinen Körper sondern mit meinem Körper. Ich habe einen Ausgleich im Sport gefunden. Ich finde mich schön, mit meinen Muskeln und der Kraft. Die so viel schöner ist als die Schwäche.

Und trotz allem werde ich die letzten Jahre nie vergessen. Nicht das, was mir angetan wurde. Nicht die hungrige Zeit. Die Narben auf meinem Körper werden bleiben und die Folgen der Magersucht.
Aber ich lebe. Ich habe aufgehört mich zu hassen und zu bekämpfen. Ich kann normal essen, unbeschwert und frei. Sport machen, Muskeln aufbauen und Lachen. Und genau dazu will ich andere inspirieren! Ärzt haben gesagt, dass ich fast keine Chance habe. Ich habe nicht gewusst, wofür ich kämpfen will. Dabei gibt es im Nachhinein so viel, wofür es sich lohnt. Und das will ich zeigen. Dass das Leben schön sein kann und dass es nie zu spät ist zu kämpfen. Egal, wie dunkel es aussieht.



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